Sonntag, 18. Mai 2014


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Die Entwicklung eines Mannes aus seiner eigenen Sicht

          Der Samen und das Ei

   Das Ei: „Wer bist du denn?“

Der Samen: „Ich bin das Erbgut. Du bestimmst, ob Mann oder Weib, und ich bestimme, was für ein Mensch es wird, also welchen Charakter er bekommt."

-          Der Embryo

Ich habe zwar keine Freiheit, aber ich muss auch nicht arbeiten.

Meine Bedürfnisse sind ganz klein: nur Essen, Wärme und Schlafen, aber davon sehr viel.

-          Die Geburt

Oh, wie hell und kalt ist es hier! Jetzt muss ich schreien.

-          Mein erstes Jahr

Meine Windeln sind immer voll.

Ich kann schon fast laufen, aber wenn ich irgendwohin gehe, kommt immer eine Hand von oben und dreht mich in eine andere Richtung.

-          Mein zweites Jahr

Auf dem Spielplatz gibt es noch andere Zwerge, die denken, dass sich die ganze Welt nur um sie dreht.

Meine Waffe ist die Hysterie.

-          Mein drittes Jahr

Im Kindergarten gibt es viele Tanten und jede will etwas anderes von mir.

-          Die Schule

Jetzt muss ich auch noch lernen, als ob das Leben nicht schon kompliziert genug wäre.

-          Meine Kommunion

Da hängt jemand am Kreuz, ungekämmt und ungewaschen. Wenn ich so aussehen würde, würde man mich sofort samt meiner Kleidung in die Waschmaschine stecken. Und der soll viele kluge Dinge gesagt haben. Aber dann verstehe ich nicht, warum er aufgehängt wurde.

-          Die große Schule

Ich habe viele Pickel im Gesicht und keinem Mädchen gefalle ich, aber sie haben ja nur den Vorteil, dass sie sehr viele Cremes benutzen.

-          Die Uni

Vor ein paar Jahren waren alle meine Kleider immer zu kurz, weil ich sehr schnell wuchs, und jetzt  sind sie alle um den Bauch zu eng.

-          Vor dem Staatsexamen

Die Mädchen sind sehr hübsch, aber ich habe leider kein Auto.

-          Mein erster Arbeitsplatz

Ich bin ‘das Mädchen für alles‘!

-          Meine erste wichtige Position

Meine weiblichen Bekanntschaften sind 4 oder 5 Jahre jünger als ich und wollen geheiratet werden und Kinder haben.

-          Verheiratet

Meine Mutter freut sich sehr, aber mein Vater schlägt die Hände über dem Kopf zusammen und sagt vielleicht aus Erfahrung: „Sie ist genau so wie deine Mutter! Du hättest ruhig noch ein bisschen warten sollen!“

-          Mein erster Infarkt

Ich weiß nicht, ob das der Stress auf der Arbeit ist, oder weil ich schon mit 50 Großvater bin.

-          Kurz vor der Rente

Naja, jetzt kann ich in Ruhe in meinem Garten arbeiten, weil mir sowieso keiner mehr zuhört. J


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